Seit nun mittlerweile 13 Jahren existiert die FRICO. Immer neue Generationen von ''jungen'' Wissenschaftlern finden zusammen und lernen die FRICO schätzen und lieben, wobei die Alteingesessenen auch immer wieder gerne vorbeikommen.

1997 fand die erste FRICO in Köln statt. Damals trafen sich einige wenige Personen, um sich in gemütlicher Runde ungezwungen über ihre aktuelle Forschung auszutauschen. Heute, zwölf Jahre später, findet erneut eine FRICO in Köln statt. Die Teilnehmerzahlen wachsen von Jahr zu Jahr und die FRICO erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Trotz einiger Änderungen / Neuerungen, haben wir versucht, den Gedanken der FRICO zu erhalten. Auch weiterhin soll ein ungezwungener, ja lockerer Austausch von Ideen zwischen ''Jung''-Wissenschaftlern stattfinden.

Die vergangenen FRICOs:

Hier noch die offizielle FRICO Legende im Wortlaut von Ulrich Pferschy aus dem Programmheft der 10. FRICO:

''... Allerdings mag sich mancher, der zum erstem Mal an diesem lockeren Gedankenaustausch teilnimmt, fragen, wie eine so strukturlose Veranstalung entstanden ist. Um der Bildung falscher Legenden, wie sie manchmal in weinseliger Stunde bereits verbreitet werden, vorzubeugen, möchte ich daher in aller Kürze die offizielle Version der FRICO Entstehung darstellen.

Im Herbst des Jahres 1996 fand in Udine eine zweiwöchige Summerschool über Approximation von kombinatorischen Optimierungsproblemen statt (das war jene Summerschool, zu der der grosse Papadimitriou irrtümlich schon ein Jahr zu früh angereist war). An dem darin enthaltenen freien Wochenende lag es nahe, einen Ausflug in das umliegende Weinland zu unternehmen. Zumindest war dies die feste Überzeugung der beiden Grazer Teilnehmer, Rüdiger Rudolf und mir. Da Ausflüge dieser Art zu zweit (wenn es sich um Männer handelt) nur halb so nett sind, bemühten wir uns erfolgreich die offenbar gleichgesinnten Teilnehmerinnen Dagmar Handke (Konstanz) und Katja Wolf (Köln) als Begleitung zu gewinnen. Der schöne Ausflug endete in einer Trattoria in Cividale bei einem einheimischen Spezialgericht, das sich am ehesten als Mischung von Kartoffeln, Zwiebeln, Speck und Käse beschreiben lässt, jedenfalls nichts für schwache Magennerven. Der dazu verwendete Frico-Käse, eine friulanische Spezialität, gibt dem Gericht den Namen. In heiterer Runde lud Katja uns alle zum Frico-Essen nach Köln ein, ohne zu wissen, was sie damit ins Rollen brachte.

Es sollte allerdings über ein Jahr daürn, bis diese Einladung konkretisiert werden konnte. Nun ist der Weg von Graz nach Köln ziemlich weit und also Optimierer versuchten wir, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Wir boten kurzerhand an, den privaten Besuch mit einem Vortrag am damaligen ZPR Köln zu verbinden. Und damit es nicht so aussieht, als ob die Kölner nur zuhören können und selber nichts zu sagen haben, hat Katja gleich ein paar ''Einheimische'' zu weiteren Vorträgen verpflichtet. So war im Handumdrehen ein eintägiger Workshop entstanden. Obwohl die Organisatorin meinte: ''Wir können es ja nicht FRICO nennen!'' gelang es mir doch für diesen Käse das heute bekannte Akronym zu finden.

Der erste FRICO Workshop 1997 wurde (im Gegensatz zum abendlichen Frico-Essen, das in den Folgejahren vom Programm gestrichen wurde) ein grosser Erfolg. Das bewegte Professor Schrader zur Spende eines Fäßchen Kölsch und zur ''Drohung'', dieses Veranstaltungsformat weiterzuführen, wenn wir es nicht täten. Das konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen, und so wurde die zweite FRICO 1998 in Graz beschlossen.

Der Rest ist Geschichte.''